Wappen

Marianne Jacoby
Die Wallfahrt Germershausen
in Geschichte und Gegenwart

Ein Beitrag zur Volksfrömmigkeit
auf dem Eichsfeld

Beiträge zur Volkskunde in Niedersachsen 1
1987, 80 Seiten · 33 Abb. · Pb. € 12,00
ISBN 978-3-926920-00-3

 
 


Die Wallfahrt Germershausen
Volksfrömmigkeit auf dem Eichsfeld / Südniedersachsen

„Vor alter Zeit sah eines Abends ein Schäfer
aus einem hohlen Weidenbaume
ein helles Licht schimmern.
Da seine Furcht größer war als seine Neugierde,
wagte er nicht, näher zu treten ...“

So beginnt die Legende einer alten Marien­erscheinung, deretwegen noch heute alljährlich mehr als 10.000 Pilger im süd­nieder­sächsi­schen Dorf Germers­hausen zusammen­kommen. Germershausen als zentraler Wall­fahrtsort der Diözese Hildes­heim fand aufgrund seiner Lage im über­wiegend protes­tantischen Nord­deutsch­land innerhalb der volks­kund­lichen Wall­fahrts­forschung bisher kaum Beachtung.

Die Arbeit versucht mit einer Bestands­auf­nahme, diese Lücke zu füllen. Marianne Jacoby untersucht die über dreihundert­jährige Tradition, ihre histo­rische Entste­hung und Entwick­lung bis 1945 und dokumentiert die heutigen Bräuche der Wallfahrt Germers­hausen auf dem Unter­eichs­feld. Der Arbeit voran­gestellt ist ein Überblick über die bisherige volks­kundliche Wallfahrts­forschung, verbunden mit einer histo­rischen, etymolo­gischen und defini­torischen Klärung des Wallfahrts­begriffes.

Die 1959 geborene Autorin studierte Volkskunde, Kunst­geschichte sowie Publizistik und Kommu­nikations­wissen­schaft und ist heute in der Museums­arbeit tätig.