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Über das (Zu-)Hören
Hrsg. v.der Projektgruppe Zuhören
Beiträge zur Volkskunde in Niedersachsen 18
2003 · 238 Seiten · 37 Abb. · Pb. € 17,00
ISBN 978-3-926920-33-1

 
 


Vom Sinn der Sinne
Über das (Zu-)Hören

Das Zusammenspiel zwischen den Sinnes­organen und Kultur ist ein wichtiges und faszinie­rendes For­schungs­feld für die Kultur­wissen­schaften. Mit dem vorlie­genden Band rund um das Hören leistet die Projekt­gruppe Zuhören einen Beitrag zur Neubesin­nung auf und Wieder­entdeckung der Rolle der Sinne im Alltag.

Anhand von Übersichts­essays und kurzen Fallstudien werden Fragen aufge­griffen, die das Hören aus verschie­denen Perspek­tiven thema­tisieren: Wie haben sich Menschen seit der Antike mit dem Gehörsinn ausein­ander gesetzt und welche Zeugnisse lassen sich hierfür finden? Welche Rolle spielen Klang und Lärm in der Wahrneh­mung von Lebens­welten? Was muss der Gehörsinn in der mensch­lichen Kommu­nikation leisten und welche Unter­schiede und kultu­rellen Muster sind festzustellen? Wie lebt es sich ohne Gehörsinn oder mit einer physischen oder psychi­schen Hörbehin­derung? Wie und warum gestalten Menschen Klänge und Klang­räume – vom Sound Design zur Klang­archi­tektur? Welche techno­logischen Erfin­dungen dienen dem Gehör und wie lebt es sich damit? Wie unter­halten wir unser Ohr und was gewinnen wir damit an Lust und an Erfahrung?

Zuhören S.193Durch das Heraus­arbeiten einiger Aspekte des Gehör­sinns im Menschen­leben soll das Interesse gefördert werden, die Arbeit der Sinne in der Kultur in Vergan­genheit und Gegen­wart vermehrt zu beachten und zu durch­denken.

„Der anregende Band konfrontiert auch das Fach Volks­kunde mit einer Thematik, die in dieser Kultur­wissen­schaft bislang vernach­lässigt und ausge­blendet wurde … Humorvolle Details würzen diesen gelun­genen Band ebenso wie inspirierte Ideen und originelle Gedanken. Deshalb: Chapeau für ein überzeu­gendes Projekt, dem zu wünschen ist, dass es als eine Art Türöffner im Bereich der Volks­kunde / Euro­päische Ethno­logie wirken möge. Denn es ist über­fällig, dass diese Disziplin einmal deutlich macht, welche spezifi­schen Beiträge und Erkennt­nisse sie als Kultur­wissen­schaft in die inter­national fort­geschrit­tene Debatte über das Hören einzu­bringen hat.“
Jahrbuch des Deutschen Volksliedarchivs 49, 2004