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Namen und was sie bedeuten
Zur Namensdebatte im Fach Volkskunde
Hrsg. v.Regina Bendix und Tatjana Eggeling
Beiträge zur Volkskunde in Niedersachsen 19
2004, 150 Seiten · 13 Abb. · Pb. € 17,00
ISBN 978-3-926920-34-8

 
 


Zur Namensdebatte im Fach Volkskunde
Über ein Reizwort in einem „Vielnamenfach“

Von Landesstellen für Volks­kultur über Institute für Euro­päische Ethno­logie oder solchen für Kultur­anthro­pologie bis hin zum klas­sischen Volks­kund­lichen Seminar und noch darüber hinaus reicht die Facetten­vielfalt in der Namens­gebung kultur­wissen­schaft­licher Einrich­tungen. Oftmals sind einer solchen Namens­findung lange und z.T. heftige Diskus­sionen voran­gegangen.

Namen 02Das ehemalige Seminar für Volks­kunde der Georg-Au­gust-Univer­sität Göttin­gen heißt seit dem Jahre 2003 „Institut für Kultur­anthro­pologie / Euro­päische Ethno­logie“. Dies war Resultat eines längeren Meinungs­bildungs­prozes­ses, dessen Ablauf der vorlie­gende Band nach­voll­zieht. Er versam­melt die Vorträge und Diskus­sionen, die im Vorfeld der Diskussion die Namens­gebung animierten. Wissen­schaftler und Wissen­schaft­lerin­nen aus dem In- und Ausland zeigen Potentiale und Lasten verschie­dener Namens­gebungen für eine Kultur­wissen­schaft auf, die während der letzten dreißig Jahre zum „Viel­namen­fach“ geworden ist.

Unter Einbezie­hung von Berichten, Stellung­nahmen und Plädoyers aus anderen Instituten bietet sich ein Blick nicht nur auf die nament­liche Verortung sondern auch darauf, wie das Fach sich im frühen 21. Jahr­hundert in der breiteren Wissen­schafts­land­schaft wahr­nimmt.

Göttingen hatte bereits in den frühen 1990ern Anläufe in Richtung Umbe­nennung genommen, deren Verlauf und Ausgang haupt­sächlich durch „oral history“ zu belegen war. Nicht zuletzt deswegen sollten die Kompo­nenten des Entschei­dungs­prozesses auch in publi­zierter Form vorgelegt werden.

Mit Beiträgen von:
Hermann Bausinger, Regina Bendix, Tatjana Eggeling, Silke Göttsch, Reinhard Johler, Barbro Klein, Walter Leimgruber, Carola Lipp, Orvar Löfgren, Peter Nieder­müller, Gisela Welz.