Cover

U.E.G. Schrock
In der Hand, bei Fuß & im Genick
Eine deutsche Latenz

Roman in drei Büchern
2016, 245 Seiten
Softcover € 22,00 · ISBN 978-3-926920-53-9
Hardcover € 38,00 · ISBN 978-3-926920-54-6

 
 

Das erste Buch
Motto:
So lang Deine Sachen stehen fein
werden viel Freunde bei Dir sein.
Doch nachher, wenns Dir wird übel gehn
werden nicht viel bei Dir gesehn.

Das andere Buch
Motto:
Es spricht der Herr zum Knecht:
„Jetzt gehts mir aber schlecht.“
Drauf sagt der Knecht: „Oh Herr,
das freut mich aber sehr.“

Das letzte Buch
Motto:
Uns bleibt ein Leben,
das Sterben zu lernen.

In der Hand, bei Fuß & im Genick
Eine deutsche Latenz

„Eine deutsche Latenz“ untertitelt U.E.G. Schrock seinen Roman, gliedert ihn traditionell barock-orientiert in drei Bücher, jedem ein Motto vorangestellt. Innerhalb eines Zeitrahmens von rund 100 Jahren erzählt der Autor mosaikartig auf mehreren Zeitebenen von Herrschaft in Deutschland. „5 x Deutschland“ ist deshalb auch auf der Rückseite des Umschlags zu lesen, der in den entsprechenden Farben schwarz, weiß, rot und gold gehalten ist. Kaiserreich, Weimarer Republik, „Drittes“ Reich, DDR und BRD bilden den Hintergrund dieser Familien-Saga, illustriert durch entsprechende Dokumente.

Schrock ist ein Unbequemer, und so ist auch dieses Buch: eine Aufforderung zum intellektuellen Spiel. Kein Mainstream, man/frau muss sich schon darauf einlassen (wollen), um dann viel Unorthodoxes zu entdecken. Insofern macht es der vorliegende Text dem/der Leser/in nicht immer einfach mit seinen knappen Erinnerungssequenzen im (szenischen) Präsens, die den Eindruck lakonischer Tagebuch-Notate erwecken. Die darin enthaltenen Informationen zu sortieren und aufeinander zu beziehen, trennt die (Leser-)Spreu vom Weizen: Leser, die eine angenehme Bettlektüre erwarten, werden es schwieriger haben; neugierige, eher detektivisch veranlagte, werden Gefallen daran finden, sich daraus ein Sinn-Mosaik zusammenzusetzen.

„Insgesamt hat die Lektüre mich in ihrer Eigenwilligkeit und im Stil ein wenig an Arno Schmidt erinnert, der diese Art zu schreiben mit ,Zettels Traum‘ auf die Spitze getrieben hat. Aber auch Anklänge an Uwe Johnsons ,Jahrestage‘, die ja aus 365 Tagebucheintragungen bestehen – wenn auch stilistisch völlig anders – habe ich gefunden. Was mich zudem bei der Stange hielt, war die Sachkunde und Detailkenntnis, mit denen der Text vor allem in numismatischen Fragen glänzte.“ Martin Elsbroek

 

Leseprobe:

(Text folgt)

 

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